Werler Gnadenbild

Anlass für die Übergabe des Gnadenbildes an die Werler war ein Jagdvergehen der Soester Bürger im kurkölnischen Arnsberger Wald, der zu Werl gehörte. Den Soestern war es seit 1444 gestattet, in dem Wald Holz zu schlagen, jedoch nicht zu jagen. Daran hielten sich die Soester nicht und wurden bei ihrem Vergehen entdeckt. Der Kurfürst und Erzbischof Heinrich von Köln verhängte über die Soester eine Strafe: Holz im Arnsberger Wald zu schlagen wurde ebenso verboten, wie ihnen Holz zu verkaufen.
Das Holz-Einfuhrverbot hat die Soester Wirtschaft empfindlich getroffen. Daher versuchten sie, mit Geldangeboten Heinrich von Köln umzustimmen. Auf die lukrativen Angebote ging er jedoch nicht ein. Hermann Brandis, damals Werler Bürgermeister, wusste um die Soester Heiligtümer – also auch vom Soester Gnadenbild, das seit der Reformation auf dem Dachboden der Wiesenkirche lag. Mit diesem Wissen um das Gnadenbild und seinem lange gehegten Wunsch, das Marienbild nach Werl zu holen, wurde er beim Kurfürsten vorstellig. Der ging auf den Vorschlag ein, als Buße für den Jagdfrevel das Gnadenbild zu fordern. Die Verhandlungen mit den Soestern verliefen erfolgreich: Am 1. November 1661 wurde das Gnadenbild den Werlern übergeben.


Gerade einmal sechs Jahre nach diesem für die Wallfahrt nach Werl so bedeutsamen Ereignis wurde der Grundstock für unsere Gaststätte „Im Winkel“ gelegt: 2017 können wir auf 350 Jahre traditionsreiche Gastlichkeit zurückblicken, die auch schon ein Teil der heimischen Geschichte mit geschrieben hat.

Viele Generationen von Wallfahrern haben bereits die Vorzüge unseres vielfältigen Angebotes genossen – nach Gebet und Einkehr, der seelischen Stärkung nur wenige Schritte von der Basilika entfernt. Biergarten und Gastraum (eigener Saal) bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die leibliche Stärkung.
Gerne gehen wir auch auf Ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen Ihres Aufenthaltes bei uns ein.

Wir freuen uns darauf, Sie zu bewirten.

Familie Kappes
& Mitarbeiter